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Stand Up Paddling für Mädchen - 21.07.2017 

Stehpaddeln, ahoi: Gelungene Wassersportpremiere beim Ferienpass

Beim Osnabrücker Ferienpass konnte jetzt erstmals die junge Trendsportart „Stand Up Paddling“ – also „Stehpaddeln“ ausprobiert werden. Das Angebot des Jugendzentrums Westwerk lief im Wassersportzentrum in Eversburg: Elf Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren waren dabei, die bei Verena Landmeier von den „Stadtpaddlern“ alle in ganz kurzer Zeit lernten, sich auf den mit Luft gefüllten „SUP“-Boards auf dem Wasser hinzustellen und dann auch gleich die erste Ausfahrt über den Stichkanal unternahmen. Zum Schluss wurde noch ein ganz besonders großes Board herausgeholt, auf dem alle zusammen „im Gleichtakt“ fuhren. Um es gleich vorweg zu nehmen: Unfreiwillig fiel an diesem Tag keines der Mädchen ins Wasser.


Der nur für Mädchen vorgesehene Kurs war eines von zwei Stehpaddel-Angeboten im Sommerferienprogramm. Nachdem der erste Kurs wegen schlechten Wetters und geringer Nachfrage nicht stattfand, war dieses Angebot bis auf den letzten Platz ausgebucht. Eigentlich hätten zwölf Mädchen mitmachen können, da aber eine Teilnehmerin nicht kam und nicht abgesagt hatte, blieb leider ein Board frei.


Die 12- bis 17-jährigen Mädchen hatten sich für den Schnupperkurs einen Tag ausgesucht, an dem beste Bedingungen herrschten: Sonne, blauer Himmel, kein Wind, kaum andere Boote auf dem Stichkanal. Es war für alle die Stehpaddel-Premiere, deswegen waren sie alle sehr gespannt, als sie von Verena Landmeier von den Stadtpaddlern in Empfang genommen wurden.


In der Stehpaddelschule von Landmeier und Sebastian Brandt, beide Physiotherapeuten, kann die Wassersportart seit dem Jahr 2015 in Osnabrück gelernt werden. Die Stadtpaddler nutzen wie die Ruderer und die Kanuten das Wassersportzentrum in Eversburg – sie sind Untermieter beim Osnabrücker Kanu Club (OKC). Dort lief auch der Ferienpass-Kurs.


Als die Mädchen eintrafen, lagen die „SUP“-Boards bereits aufgereiht für sie am Kanalufer. Die erste Einweisung nahm einen lustigen Verlauf: Verena Landmeier erklärte den Mädchen kurz die Geschichte des Stehpaddelns und wies sie in den Umgang mit den Boards ein. Dann sollten sich jede von ihnen eines der riesengroßen Bretter nehmen und es zum Ufer tragen, aber es kam keine rechte Begeisterung für diesen Vorschlag auf. Die Sache klärte sich dann aber schnell auf: Die Mädchen wussten nicht, dass die Boards mit Luft gefüllt sind – sie dachten, dass die 3 bis 4 Meter langen Ungetüme echte Schwergewichte seien. Tatsächlich wiegen sie aber nur wenige Kilogramm und können ganz bequem an Haltegriffen getragen werden.


Als das geklärt war, schnappten sich die Mädchen ihre Boards und es ging ans Wasser. Dort wies Landmeier die Mädchen zunächst einer lustigen Übung, bei der alle aufgereiht am Rand eines Stegs standen, in die Paddeltechnik ein. Nach einem Hinweis auf die Vorfahrtsregeln auf dem Kanal (u.a. Rechtsverkehr) kam der Teil, den sich die Mädchen viel schwerer vorgestellt hatten: Es ist nämlich ganz einfach, auf ein SUP-Board aufzusteigen und sich dann darauf hinzustellen.


Landmeier zeigte den Mädchen eine Technik, sich vom Steg auf die Bretter zu knien und dabei das Paddel zum Abstützen zu benutzen. Nachdem sie ihnen der Reihe nach auf die Boards geholfen hatte, fuhren die Mädchen zunächst in knieender Position auf dem Seitenarm herum. Anfangs sahen sie dabei ziemlich konzentriert aus, aber es dauerte nur einige Minuten, bis es bei allen gut klappte. Als Landmeier sie aufforderte, sich wie beim Aufsteigen wieder mit beiden Armen und dem Paddel auf dem Bett abstützen und dann einfach hinzustellen, war es Sophia (17), die sich als erste traute – danach standen der Reihe nach alle Mädchen auf und keine fiel ins Wasser. Sophia hat gerade am Dümmer das Windsurfen gelernt. „Das lässt sich überhaupt nicht vergleichen – auf den SUP-Boards steht man viel sicherer. Das ist wirklich ganz einfach“, meinte sie.


Es dauerte keine zehn Minuten, bis alle Mädchen sozusagen „felsenfest“ auf ihren Boards standen und munter Kreise auf dem Seitenarm zogen. Nachdem alle das Lenken gut beherrschten, brachen sie zu einer kleinen Tour über den Stichkanal auf. Dabei dauerte es dann gar nicht lang, bis die Mädchen meinten, dass es ganz schön heiß sei – und dann sprangen doch alle ins Wasser, aber freiwillig.


Die Rückfahrt bewältigten dann einige gleich mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad – statt allein fuhren sie zu zweit auf einem Brett, wobei es dabei darauf ankommt, das Gleichgewicht mit dem Mitfahrer zu koordinieren. Zum Schluss wurde noch ein 6,40 Meter langes SUP-Board herausgeholt, auf dem alle zusammen fahren konnten – natürlich gab es dabei ebenfalls geplante Reinfälle.


Das Stehpaddelschnuppern war natürlich viel zu schnell vorbei – aber zum Glück kann ja bei den Stadtpaddlern ständig losgelegt werden, außerdem dürfte schon jetzt klar sein, dass es nicht zum letzten Mal unter den Angeboten beim Ferienpass in Osnabrück war.


Übrigens: Die „SUP“-Boards sind auch ganz wunderbar geeignet, damit jüngere Brüder darauf nach Fischen Ausschau halten können, und das Stehpaddeln ist so einfach, dass es auch später eintreffende Ferienpassbegleiterinnen noch im Handumdrehen lernen können, aber das sind zwei andere Geschichten.


Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, dass Stand Up Paddling, obwohl es ja so „cool“ aussieht, ein anspruchsvolles Ganzkörpertraining ist, bei dem nach Angaben von Verena Landmeier und Sebastian Brandt alle Muskelgruppen des Körpers beansprucht werden und das gleichzeitig auch den Gleichgewichtssinn und das Koordinationsvermögen schult. Es braucht keinen Liegeplatz: Die Boards sind handlich in Rucksäcken verpackt und können in zehn Minuten mit einer Fahrradpumpe aufgepustet werden.

 

 

Alle Fotos findet ihr in der Bildergalerie.

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