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Bouldern – Mädchenaktionstag - 20.07.2017 

Wieselflink bis ganz nach oben an der Kletterwand: Bouldern für Mädchen beim Ferienpass

„Ich fand eine der grünen Routen besonders schwierig, weil ich es erst immer nicht geschafft habe, an den obersten Griff zu kommen – aber dann hat es ja doch geklappt.“ Anna (8), die jetzt beim „Mädchenaktionstag Bouldern“ dabei war, der beim Osnabrücker Ferienpass in der Zenit-Kletterhalle angeboten wurde, war mega-stolz darauf, dass sie es geschafft hatte, den grünen Zielgriff zu erreichen.


Anna war so eine Art Naturtalent. Es es zwar, wie sie erklärte, das erste Mal, dass sie das Bouldern ausprobierte – also das Klettern ohne Sicherungsseile in Absprunghöhe – aber das war überhaupt nicht zu merken. An anderen Stellen der Halle bewegte sie sich so wieselflink über die Kletterrouten, dass es bei ihr gar nicht mehr nach einer anstrengenden Sportart, sondern eher schon wie Leitersteigen aussah.


Zum richtigen Verständnis: Die Kletterroten in der Halle sind jeweils durch Griffe in bestimmten Farben markiert, wobei die Farben auch den Schwierigkeitsgrad kennzeichnen. Grüne Routen rangieren in einem mittleren Schwierigkeitsbereich für Sportkletterer, sind also für Anfänger schon ganz schön schwer.


Dass Anna es auf dieser einen Route erst nicht bis ganz nach oben schaffte, lag keinesfalls daran, dass es ihr nicht gelang, die „Kletteraufgabe“ zu lösen – sie war ganz einfach nicht groß bzw. ihre Arme nicht lang genug, um den obersten Griff sicher erreichen zu können. Indem sie sich auf einem der unteren Griffe auf die Zehenspitzen stellte und auch die Finger ganz lang nach oben streckte, klappte es dann aber doch.


Danach ließ sie sich von ziemlich weit oben auf die Polster vor der Kletterwand fallen und wurde dann gleich von einigen Freundinnen abgeklatscht. „Das war super“, freute sich Anna. Die Kletterwände in der Halle sind 4 Meter hoch und damit mehr als dreimal so groß wie das Mädchen – Anna fand das aber gar nicht weiter bemerkenswert. „Das macht Spaß, weil der Boden so weich ist – und ich finde gar nicht, dass es hoch ist“, meinte sie.


Bei dem Schnupperklettern für Mädchen, das vom Haus der Jugend angeboten wurde,

waren 13 Teilnehmerinnen im Alter von acht bis 13 Jahren dabei. Der Kurs wurde von zwei Trainerinnen der Zenit-Kletterhalle geleitet. Bevor sie sich in die „Vertikale“ wagen durften, machten sich die Mädchen warm und es gab es eine kurze Einführung in die Klettertechniken und die Sicherheitsregeln in der Halle, die beispielsweise besagen, nicht unter andere Kletterer zu treten. Da aber die meisten Teilnehmerinnen bereits schon zuvor in der Zenit-Halle geklettert hatten, fiel dieser Teil nur kurz aus.


In der Halle wurden beispielsweise Kletterspiele gespielt oder die Mädchen konnten frei versuchen, sich an „Kletteraufgaben“ zu wagen und sich Tipps von den Trainerinnen holen. Dass Sportkletterer von „Projekten“ oder „Aufgaben“ sprechen, macht deutlich, dass mehr als „nur“ Kraft erforderlich ist, um eine Route zu bewältigen. Natürlich braucht es Kraft und Ausdauer, aber mindestens ebenso wichtig ist Körperbeherrschung und daneben kommt es vor allem auf Köpfchen an. An der Wand kostet jedes Innehalten Kraft – deswegen müssen sich die Kletterer schon vorher überlegen, mit welchen Griffen und Haltetechniken sie eine Route bewältigen wollen. Wenn es gut läuft, geht ein Plan auf und sie kommen oben an. Wenn nicht, wird neu geplant und der nächste Versuch gewagt.


Mercedes (10) und Olivia (11) wollen es in dem Kurs unbedingt schaffen, eine Überkopfstrecke zu bewältigen. Nachdem sie zunächst versucht hatten, sich mit Händen und Füßen an den Griffen unter der Decke entlang zu hangeln, zeigte ihnen Trainerin Runa Lahmann, wie es leichter geht. „Runa hat uns erklärt, dass es einfacher ist, wenn man sich nur mit den Armen an den Griffen entlang hangelt. Das wollte ich erst nicht glauben, aber es ist wirklich so“, meinte Mercedes. „Aber dabei muss man schnell sein und das kostet ganz schön viel Kraft“, meinte Olivia. Nachdem sie es immer wieder versucht und schließlich bis zum vorletzten Griff geschafft hatten, waren die beiden Mädchen geschafft und sie legten sich für eine Pause auf den Boden. „Für heute reicht es mir – aber ich würde gerne bald wieder hierher kommen, um es noch einmal zu probieren“, meinte Mercedes.


 

Mehr Fotos findet ihr in der Bildergalerie.

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