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E-Gitarrenbau - 03.07.2017 

Ferienpass-Kinder bauen sich E-Gitarren – jede Klampfe ein Unikat

Etwas selber herzustellen, macht viel mehr Spaß als es zu kaufen – und wenn es dann so gut funktioniert wie die E-Gitarren, die jetzt in einem Ferienpass-Angebot des Gemeinschaftszentrums Ziegenbrink gebaut wurden, kommt hinterher noch eine schöne Portion Stolz hinzu. Als die Gitarren fertig waren, freuten sich die fleißigen Baumeister jedenfalls gleich so sehr, dass sie in schönster Hardrock-Manier Luftsprünge mit ihren Instrumenten hinlegten.

Der zweitägige Ferienpass-Workshop wurde vom Ziegenbrink-Gitarrenlehrer und -Tonmeister Dirk Poggenpohl geleitet. Es waren drei Kinder dabei: Christin (13), Moritz und Philippe (beide 10), die alle bereits Gitarre spielen und viel lieber auf einem elektrisch verstärkten Instrumenten üben wollen. Dazu haben sie sich in dem Ferienpass-Workshop jetzt selber verholfen.

Die E-Gitarren wurden aus Bausätzen montiert, die alle Einzelteile umfassen – aber das klingt einfacher als es ist: Anders als bei Lego-Modellen oder bei einem Puzzle passte bei den Gitarren-Bausätzen nämlich nicht gleich alles hundertprozentig zusammen, so dass mit Poggenpohls Hilfe erst manches Teil nachgearbeitet werden musste, bevor es angefügt werden konnte.

Außerdem musste das Holz der Gitarrenkörper erst einmal geschliffen und dann schön mit Öl versiegelt werden, bevor die weiteren Teile montiert wurden. „Das Öl schützt das Holz vor Feuchtigkeit. Dadurch hält die Gitarre länger“, erklärte Poggenpohl. „Außerdem kommt beim Einölen die Maserung des Holzes zum Vorschein. Sie sieht bei jeder Gitarre anders aus, dadurch ist jede von ihnen einzigartig.“

Unikate – also Einzelstücke – waren die Gitarren aber ohnehin: Für die Köpfe der Gitarren brachten die Kinder eigene Entwürfe ein und sägten sie anschließend liebevoll aus Holz aus. Viel Feinarbeit war dann auch beim Verkabeln und Aufziehen der Saiten gefragt – aber zum Glück war ja mit Dirk Poggenpohl ein erfahrener Gitarrenbauer dabei, der dafür sorgte, dass schließlich alle Instrumente perfekt montiert waren.

Zum Schluss wurden die Gitarren gestimmt und im Tonstudio des Gemeinschaftszentrums einem Funktionstest unterzogen. Nach dem ersten Probehören war klar, dass Christin, Moritz und Philippe ihre akustischen „Klampfen“ so schnell wie möglich gegen die neuen E-Gitarren eintauschen wollen. Christin kann gleich damit loslegen – sie besitzt nämlich schon einen Verstärker, also eine Art Lautsprecher, ohne den die Instrumente nicht zu hören sind. Die beiden Jungen gehen davon aus, dass sich solche Technik alsbald bei ihnen einstellt – wir drücken ihnen die Daumen und hoffen, dass alle drei künftig immer genau den richtigen Lautstärke-Pegel finden.

 

Alle Bilder findet ihr in der Bildergalerie.

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