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Erste-Hilfe-Kurs im Klinikum - 29.06.2017 

Sogar Herzdruckmassagen geübt: 30 Mädchen und Jungen sind jetzt perfekte Retter

 

Im Klinikum Osnabrück mussten jetzt wieder lauter schwer „verbundene“ Kinder versorgt werden – erst mit Eis, Obst und Getränken und dann mit Würstchen und Kartoffelsalat. Die ungewöhnliche Therapiemethode macht klar, dass unter den dicken Verbänden keine echten Verletzungen waren: Die 30 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren waren in einem Ferienpass-Kurs dabei, in dem ihnen in dem Krankenhaus auf dem Finkenhügel die Grundlagen der Ersten Hilfe und alles darüber vermittelt wurde, wie sie sich verhalten müssen, wenn sie einmal als erste Helfer an einem Unfallort sind.


Der Kurs wurde wieder von Dr. Guido Teckemeyer, Oberarzt in der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin des Klinikums Osnabrück, und seinem Team geleitet. Wie der Arzt berichtete, laufen die Ferienpass-Kurse im Klinikum Osnabrück bereits seit dem Jahr 2000. Er und sein Team leiten sie seit Jahren, für Teckemeyer war es der 13. Kurs.


Der Arzt und sein Team hatten erneut dafür gesorgt, dass eigens für die Ferienpass-Aktion ein Rettungswagen von der Berufsfeuerwehr Osnabrück auf dem Finkenhügel angerückt war, den sich die Kinder ansehen konnten und mit dessen Ausrüstungsgegenständen geübt wurde. In dem vierstündigen Angebot wurde wieder ein umfangreiches Programm mit den Kindern abgewickelt, das abwechslungsreich gestaltet war.


Zunächst wurde geübt, wie richtig ein Notruf abgesetzt wird – wobei diese Lektion dem Arzt wieder besonders wichtig war, weil es gar nicht so selten vorkommt, dass Kinder etwa nach Unfällen im Haushalt die Notrufnummer 112 wählen müssen. „Es ist wichtig, dass Kinder dabei sicher sind“, meint er. Wie Teckemeyer deutlich machte, gibt es vier wichtige „W“-Fragen, die bei einem Notruf unbedingt beantwortet werden müssen – wo etwas passiert ist, was passiert ist, wer/wie viele Menschen verletzt wurden, welche Verletzungen vorliegen und dann komme es noch darauf an, auf Nachfragen aus der Leitstelle zu warten.


Im nächsten Themenblock ging es um Wunden, wie sie sich jeder beispielsweise bei einem Sturz mit dem Fahrrad jederzeit zuziehen kann. Ein Junge gab dabei an, dass er schon einmal acht Platzwunden auf einmal hatte – ein gutes Beispiel. Es ist nämlich wichtig, auch kleine Wunden mit einem Pflaster oder Verband zu schützen, damit kein Schmutz oder Bakterien eindringen, die Entzündungen verursachen können. Die Spezialisten vom Krankenhaus zeigten den Kindern, wie Verbände angelegt werden – dann durften sie sich jeweils zu zweit gegenseitig verbinden.


Nachdem dick verbunden waren, zeigte Teckemeyer den Kindern, was beim Umgang mit Ohnmächtigen wichtig ist. Dann ging es in das Notaufnahmezentrum des Klinikums Osnabrück, wo schon der Rettungswagen und seine beiden Besatzungsmitglieder auf die Mädchen und Jungen warteten. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt: Während sich die einen den Rettungswagen ansahen, übten die anderen, Verletzte richtig hochzuheben und sie wegzutragen bzw. ihnen Halsstützen anzulegen.


Nach dem Ausflug in den Notaufnahmebereich ging es noch einmal in den Seminarraum. Teckemeyer zeigte den Kindern dann noch die stabile Seitenlage und übte mit einer speziellen Puppe sogar Herzdruckmassagen mit ihnen. Weil so viele Anmeldungen eingegangen waren, hatte das Krankenhaus die Teilnehmerzahl in dem Angebot um 10 Plätze aufgestockt. Das Erste Hilfe-Kurs im Klinikum Osnabrück für Kinder von acht bis zwölf Jahren läuft noch einmal am Donnerstag, 6. Juli, 14-18 Uhr. Anmeldungen sind unter Tel. 0541/405-6701 im Klinikum Osnabrück möglich.

 

Mehr Fotos findet ihr in der Bildergalerie.

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